Am Sonntag den 10. Mai trafen sich 15 Teilnehmer des Taunusklubs zu einer besonderen naturkundlichen Wanderung mit dem NABU Rosbach-Rodheim. Gestartet wurde im Köpperner Industriegebiet.

Zunächst führte der Weg durch den Vorderwald hinüber ins Rodheimer-Feld. Dort begrüßte uns der erste Vorsitzende vom NABU Rosbach Herr Ober mit seiner Frau (NABU-Naturführerin). Es gab eine Einführung zu dem Thema „das Bienenwesen“ und vielen weiteren Insekten und Kleintieren. Ansprechende Infotafeln ergänzten die sehr interessanten Erklärungen.
Wir wanderten an herrlichen Blumenwiesen und den frischen grünen Kornfeldern vorbei bis zum ersten Bienenbaum. Dieser war noch nicht bewohnt, und so konnten wir in das Innere schauen. Herr Ober erklärte genau, warum solche Lebensräume geschaffen werden und wie die Bienen dort leben.
Weiter liefen wir durch den Wald zu einem zweiten Bienenbaum. Dieser war seit dem 17. April von einem Bienenvolk bewohnt. Vorsichtig wurde eine Klappe von Herrn Ober geöffnet, und wir waren beeindruckt, was die Bienen in der kurzen Zeit schon geschaffen hatten. Deutlich konnten wir die frischen, noch weißen Waben erkennen, in denen die Brut aufgezogen wird. Im oberen Teil des Baumstammes wird der Honig eingelagert. Am Flugloch auf der gegenüber liegenden Seite herrschte reger Flugbetrieb.

Dies war eine sehr informative, lehrreiche und überaus interessante Führung. Zum Abschluss wurden die Teilnehmer noch zu einem Umtrunk mit selbst gemachten Apfelsaft auf das NABU Gelände eingeladen. Hier gab es noch viele Fragen und anschauliche Erklärungen. Zuletzt sahen wir eine Eidechsenburg und ein Sandarium. Es gibt 580 Wildbienenarten, die in so einem „Sandhaufen“ alleine leben, ohne einem Volk anzugehören.
Es ist erstaunlich, was die Natur alles bietet. Leider ignoriert der Mensch das viel zu oft. Die Teilnehmer haben sehr viel Unbekanntes erfahren. Wie wir später erfahren haben, ist am Nachmittag in den noch unbewohnten Bienenbaum mit Unterstützung der Helfer vom NABU ein neues Bienenvolk eingezogen. Dem Ehepaar Yvonne und Peter Ober sei recht herzlich gedankt für die wunderbare Führung über den Bienenweg. Gerne kommen wir zu einem anderen Thema wieder.
Der Rückweg führte die Gruppe wieder durch den Vorderwald zur Schlussrast ins Eiscafé an der Köpperner Straße. Hier konnte man bei leckerem Eis oder Pizza den herrlichen Wandertag ausklingen lassen. Wir danken besonders Heidrun Nitz, die alles so gut organisiert und vorbereitet hatte.

