Zwei Wanderungen des TK Köppern am 5. Juli 2026
In Fahrgemeinschaften ging es nach Büdingen zum Ausgangspunkt beider Touren, dem „Wilden Stein“. Die B-Gruppe (8,5 km) stieg hier zunächst auf die Aussichtsplattform und genoss den herrlichen Blick auf Büdingen und die weite Landschaft. Im Anschluss ging es moderat bergauf weiter durch schönen Wald. Immer wieder konnte man in die Landschaft schauen und in der Ferne die Ronneburg sehen.

Dann ging es hinab zu einem Teich, der voller Seerosen war. Ein herrlicher Anblick, den alle bei einer längeren Pause genießen konnten. Gemütlich wanderte man weiter zum Thiergartenweiher. Er wurde von den Fürsten zu Ysenburg-Büdingen angelegt, um unter anderem die Bevölkerung mit Fisch zu versorgen. Ab 1935 hat das Gelände als Standortübungsplatz der Wehrmacht gedient; nach dem zweiten Weltkrieg nutzten es die Amerikaner. Seit 2007 gehört dieses Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und dient als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für Bauprojekte, d.h. dass Eingriffe in Natur und Landschaft ausgeglichen werden. Die Wanderer genossen den schönen Blick auf den Weiher und konnten u.a. Reiher, Kanadagänse, Libellen, Schmetterlinge beobachten.

Nach einem kurzem Aufstieg durch den Wald ging es zurück zum „Wilden Stein“. Von dort fuhren wir mit den Autos hinab nach Büdingen, um dort die Altstadt und das 50er Jahre Museum zu besuchen. Im Café Hexenstübchen kehrten wir zur Schlussrast ein.
Die Teilnehmer der A-Gruppe (ca. 18 km) wanderten zunächst am Waldrand entlang und konnten ebenfalls den herrlichen Weitblick über Büdingen bis weit hin zur Ronneburg genießen. Bergab ging es durch schattigen Wald zum Thiergartenweiher. Nach einer kurzen Erläuterung zu der Entstehung dieses künstlich angelegten Teiches wurde die Wanderung fortgesetzt zum „Seerosenteich“.
Im Wald finden sich immer noch Spuren alter gesprengter Bunkeranlagen, die zu einer seinerzeit geplanten Verteidigungslinie, der „Main-Tauber-Linie“, gehörten. Vorbei am Geisweiher gelangten wir zu den Fürstengräbern der Ysenburger. Bestattet sind dort Fürst Otto Friedrich zu Ysenburg und Büdingen und vier seiner Familienmitglieder in einem alleenartig angelegten Eichenwald. Besonders erwähnenswert ist die hinter dem großen Sandsteinkreuz wachsende Traubeneiche, die mit einem Stammumfang von 7,50 m als Naturdenkmal gilt (es soll die dickste ihrer Art in Deutschland sein).
Ein kurzer Abstecher zum stillgelegten Rinderbügener Basaltsteinbruch ließ uns über die Größe des brachliegenden Areals staunen. Vorbei an einem schön gestalteten Wegweiser, der „Eisernen Hand“, ging es über teils verschlungene Pfade durch den Wald zurück zum Ausgangspunkt, dem „Wilden Stein“. Dort genossen wir zum Abschluss den Blick in die Ferne. Der „Wilde Stein“ ist ein aus Säulenbasalt bestehendes Geotop, das als Nebenschlot des Vogelsbergvulkans entstanden ist.
Wohl verdient ging es mit den Autos hinunter in die Stadt, wo wir gemeinsam mit der B-Gruppe unsere wunderschönen Wanderungen ausklingen ließen.












